NORBERT CONZEN - Kunstprojekte, Filme, Fotografien, ZeichnungenSTART | Aktuell | PROJEKTE: Wald | Kirchen | Fluß | Westwall | STELEN-PROJEKT: 77 Stelen | 77 Objet trouvé-Stelen | 77 Baum-Stelen | INFO: Filmografie | Biografie | Impressum | |
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STANDORTE: 01 Walberberg |
Fotografie, 75 x 50 cm, 2004, Auflage 7 |
Stele
007 Standort Dünstekoven GPS: N 50° 42.416' E 006° 57.510' In Zusammenarbeit mit dem Forstamt Bonn am 13.09.1996 plazierte Stele in der Nähe des "Eisernen Mannes", einer gußeisernen Stele, die seit 1714 an diesem Standort steht. Der geheimnisumwitterte Eisenpfahl ist seit Jahrhunderten Gegenstand gelehrter Spekulationen. So vermutete bereits Ende des 18. Jahrhunderts der Kurkölnische Hofgerichtsschreiber Johann Philipp Vogel, bei dem Eisernen Mann handle es es sich um einen sog. "Grenzgott", also ein magisches Zeichen zur Markierung und zum Schutz von durch den Wald verlaufenden Ortsgrenzen. Ähnlich vermutete man im 19. Jahrhundert in ihm einen Grenzstein zwischen Jagdbezirken Alfter, Gielsdorf und Heimerzheim, was sich jedoch nicht halten ließ. Der Hemmericher Pfarrer und eifrige Lokalhistoriker German Hubert Christian Maassen sah in ihm römisches Mahnmal vor dem gefährlichem Sumpf auf der Villehöhe. In römische Zeit datierten ihn auch manche Forscher des frühen 20. Jahrhunderts. Diese hielten ihn für einen Fixpunkt des römisches Vermessungssystem. Tatsächlich sind aus sind Schriften römischer Feldmesser eiserne Geländemarken bekannt. Hat also der Eiserne Mann vielleicht etwas mit dem berühmten Römerkanal von der Eifel nach Köln, dem Meisterwerk antiker Ingenieurskunst, zu tun, das unweit durch den Kottenforst und den Villewald verläuft? Eine weitere Theorie behauptete, dass der Eiserne Mann auf römische Legionäre "eiserne Männer" verweise, die an ihm vorbei von Trier an den Rheinübergang bei Mondorf gezogen seien, doch finden sich auch hierfür keinerlei Belege. |